/ Ratgeber

Google Business Profile für KMU: so wirst du lokal gefunden

Für die meisten lokalen Betriebe bringt ein gepflegtes Google Business Profile mehr Anrufe als jede Anzeige. Kostenlos, in zwei Stunden aufgesetzt – und von den wenigsten richtig genutzt. Hier der Ablauf, den ich mit meinen Kunden durchgehe.

Wer «Coiffeur in der Nähe», «Gipser Dübendorf» oder «Restaurant Altstetten» googelt, sieht zuerst die Karte mit drei Einträgen – das lokale Dreierpack. Dort zu stehen entscheidet über Anrufe. Und dort steht, wer ein vollständiges, aktives Profil mit guten Bewertungen hat und dessen Webseite dazu passt. Der Eintrag ist kostenlos; was zählt, ist, wie du ihn pflegst.

Schritt 1 · Beanspruchen und verifizieren

Geh auf business.google.com, suche deinen Betrieb (oft existiert schon ein automatisch erstellter Eintrag) und beanspruche ihn. Verifiziert wird per Postkarte, Video, Telefon oder E-Mail – je nach Branche. Das Video-Verfahren geht meist am schnellsten: Firmenschild, Innenraum, Werkzeug oder Fahrzeug zeigen.

Dienstleister ohne Ladenlokal (Handwerk, mobile Hundeschule, Umzug) wählen «Dienstleistungsgebiet» statt Adresse – dann wird die Privatadresse nicht öffentlich angezeigt, das Einsatzgebiet aber schon.

Schritt 2 · Die richtige Kategorie

Die Hauptkategorie ist der wichtigste Hebel überhaupt: «Gipser» statt «Bauunternehmen», «Chinesisches Restaurant» statt «Restaurant», «Hundeschule» statt «Dienstleistung». Dazu bis zu neun Nebenkategorien für weitere Leistungen. Schau, welche Kategorien die drei Betriebe haben, die heute für deinen Suchbegriff oben stehen.

Schritt 3 · Vollständig ausfüllen – wirklich vollständig

Schritt 4 · Fotos, die verkaufen

Logo, Titelbild und mindestens zehn echte Fotos: aussen (damit man dich findet), innen, Team, Arbeit, Produkte. Handyfotos bei Tageslicht reichen. Profile mit vielen aktuellen Fotos bekommen messbar mehr Klicks auf «Route» und «Anrufen». Alle paar Wochen zwei neue Bilder – das signalisiert Aktivität.

Schritt 5 · Bewertungen – der stärkste Rankingfaktor, den du beeinflussen kannst

Schritt 6 · Beiträge und Fragen

Beiträge (Aktionen, Neuigkeiten, Angebote) erscheinen direkt im Profil und halten es lebendig – ein Beitrag pro Woche oder zwei pro Monat reichen. Der Bereich «Fragen & Antworten» ist öffentlich: Stell dir selbst die drei häufigsten Fragen und beantworte sie, bevor es jemand anderes falsch tut.

Schritt 7 · Webseite und Profil verzahnen

Google gleicht ab, ob Webseite und Profil dasselbe sagen. Darum baue ich in jede Seite ein: LocalBusiness-Schema mit exakt denselben Daten (Name, Adresse, Telefon, Öffnungszeiten, Einsatzgebiet), einen Link zum Profil, einen Bewertungen-Abschnitt und Ortschaften im Text. Umgekehrt verlinkt das Profil auf die Startseite – oder bei mehreren Standorten auf die passende Standortseite.

Beispiel: Umzugshelden Hessen zeigt die Google-Bewertung (5,0) prominent im Hero der Webseite und hat für Kassel und die Umlandorte eigene Seiten – Profil und Webseite erzählen dieselbe Geschichte, und genau das mag der Algorithmus.

Schritt 8 · Verzeichnisse und Konsistenz

Trage dieselben Daten in die relevanten Verzeichnisse ein: local.ch, search.ch, Google Business Profile, Apple Business Connect, Bing Places. Nicht wegen der Besucher von dort, sondern weil einheitliche Einträge Googles Vertrauen in deine Angaben stärken. Einmal sauber machen, danach nur bei Änderungen anfassen.

Schritt 9 · Messen und nachsteuern

Im Profil siehst du unter «Leistung», wie oft du in der Suche und in Maps erschienen bist, wie viele Anrufe, Routen-Anfragen, Webseiten-Klicks und Nachrichten daraus wurden – und mit welchen Suchbegriffen Leute dich gefunden haben. Das ist die ehrlichste Statistik, die du als lokaler Betrieb bekommst. Schau einmal im Monat drauf: Steigen die Suchbegriffe mit deiner Leistung? Gibt es Begriffe, die du auf der Webseite noch gar nicht bedienst? Dann wird daraus ein Abschnitt oder eine Unterseite.

Drei Zahlen reichen: Aufrufe, Aktionen (Anrufe + Routen + Klicks) und neue Bewertungen pro Monat. Gehen die Aktionen hoch, machst du etwas richtig. Gehen die Aufrufe hoch, aber nicht die Aktionen, stimmt etwas am Profil – meist Fotos, Öffnungszeiten oder fehlende Bewertungen.

Mehrere Standorte oder Dienstleistungsgebiete

Pro echten Standort ein Profil – mit eigener Adresse, eigenen Öffnungszeiten und idealerweise einer eigenen Standortseite auf der Webseite, auf die das Profil verlinkt. Ein mobiler Dienstleister legt dagegen ein Profil mit Dienstleistungsgebiet an (bis zu 20 Orte oder ein Radius) und nennt diese Orte auch auf der Webseite. Was nicht geht: mehrere Profile für dieselbe Adresse, um öfter aufzutauchen – das fliegt auf und kostet beide Einträge.

Für wen das Profil besonders viel bringt

Häufige Stolpersteine bei der Verifizierung

Was du lassen solltest

Häufige Fragen

Wie lange dauert es, bis das Profil in der Karte erscheint?

Nach der Verifizierung meist wenige Tage. Bis du im lokalen Dreierpack stehst, hängt von Konkurrenz, Bewertungen und Vollständigkeit ab – oft ein bis drei Monate konsequenter Pflege.

Brauche ich überhaupt noch eine Webseite, wenn das Profil gut ist?

Ja. Das Profil bringt dich auf die Karte, die Webseite überzeugt und macht die Anfrage. Ohne Webseite wirkt ein Betrieb unfertig, und Google bewertet Profile mit passender Webseite stärker.

Hilfst du beim Google Business Profile?

Ja. Bei jeder Seite verknüpfe ich das Profil (Schema, Link, Bewertungslink), und mit SEO & Google Business Setup ab CHF 59.- richte ich Kategorien, Leistungen und Fotos mit dir ein.

Weiterlesen

Bereit für deine Webseite?

Festpreis ab CHF 99.-, online in 5 Werktagen – direkt vom Schweizer Webdev.

Webseite erstellen lassen